Travelling South Africa Part I – Kruger Nationalpark

Unendliche Weiten, wilde Tiere und unzählige spannende Erlebnisse bilden die Erinnerungen an diese Südafrika-Reise. Schon seitdem ich ein kleines Mädchen war, hatte ich den Traum auf Safari zu gehen. Nach dem Besuch im Kruger Park bleibt er weiterhin bestehen, denn eines ist klar, ich möchte mehr davon! Zweieinhalb erlebnisreiche Wochen Urlaub liegen nun hinter uns, eine Zeit der Spannung und Entspannung. Eine Zeit in der Datum und Uhrzeit einfach mal keine Rolle spielten, denn es ging einfach nur um das Hier und Jetzt. Natürlich hatte ich meine Kamera immer dabei und so möchte ich euch heute den ersten Teil unserer Reise zeigen. Der Besuch im Kruger Park war mit drei Übernachtungen definitiv zu kurz, aber trotzdem bleibt ein Gefühl von Freiheit, Echtheit und Glückseligkeit.

Mit dem Mietwagen machten wir uns von Johannesburg auf den Weg Richtung Hazyview. Über die wunderschöne Panorama Route um den sehenswerten Blyde River Canyon ging es über das Phalaborwa Gate in den Park. Die Weite der Straßen, die atemberaubende Landschaft, die Paviane, Kühe und Schlaglöcher bleiben unvergessen…

Nach der Einfahrt durch das Gate stieg die Spannung ungemein und als der erste Elefant entdeckt wurde, hieß es erstmal, Motor aus und einfach nur glotzen. Genießen… versuchen zu verstehen und zu glauben, dass man nicht gerade im Zoo ist und das gewaltige Tier wirklich in unmittelbarer Nähe steht und genüsslich die Bäume leer knabbert, ganz unbeeindruckt von uns in unserem unauffälligen weißen Toyota. Die drei Stunden, mehr Stehen und Staunen, bis ins Olifants Camp gingen um wie nichts und so schlief ich mit den ersten aufregenden Eindrücken eher unruhig ein…es könnten sich doch so viele Spinnen in den Grasdächern der Hütte versteckt halten, die mich nachts angreifen wollten….

Mit Blick auf den Olifants River liegt das Camp wirklich toll. Von dort aus starteten wir am nächsten Morgen erstmal auf eigene Faust. Abends hatten wir einen Sunset Drive gebucht, um auch nach Sonnenuntergang zu sehen, was im Busch passiert.

Beim Morning Drive präsentierte uns der Busch dann tatsächlich einen Leoparden. Wie aufregend!!! Und so gut getarnt. Auf eigene Faust hätten wir ihn vermutlich gar nicht entdeckt. So hatten wir schon drei der Big Five gesehen…fehlten nur noch Löwen und Nashörner. Eine Gruppe Hyänen gammelte direkt am Straßenrand herum. Und richtig beeindruckend fand ich, als wir plötzlich auf eine ganz Herde Giraffen und Zebras trafen.

Nach dem Morning Drive wurde es Zeit für uns aufzubrechen um uns auf den Weg ins rund 150 km entfernte Lower Sabie Camp zu machen.

In der Nähe des Satara Camps gab uns ein anderer Autofahrer den Tipp, dass eine Gruppe Löwen zu finden sei, die morgens einen Büffel gerissen hatte. Dies bedeutete für uns rund 1,5 Std. Umweg, aber natürlich dachten wir nicht lange nach und machten uns auf die Suche…mit Erfolg!!!

Wahnsinn! Auch jetzt beim Schauen der Fotos finde ich diese Erfahrung immer noch ziemlich unglaublich. Wieder am Startpunkt unseres „Löwen-Umwegs“ mussten wir uns langsam ein bisschen sputen um nicht zu spät im Camp einzutreffen. Um 18 Uhr werden alle Tore geschlossen und man sollte sein Ziel erreicht haben. Kein Problem – wäre nur nicht an jeder Ecke ein Grund um mal wieder den Motor zu stoppen.

Hinter dem Wasserloch an dem der einzelne Elefant in Ruhe trank, entdeckten wir dann auch eher zufällig unsere große Nummer Fünf, das Nashorn. Ein Stückchen weiter erwartete uns dann das unwirklichste Wesen. Ein Ranger auf dem Fahrrad!!! Etwa 40 Meter weiter döste eine Gruppe von rund 14 Löwen…

Noch rund 30 km lagen vor uns als irgendwann eine Gruppe Elefanten den Weg auf der Straße zum Camp versperrte und einfach gemütlich von rechts nach links schwenkend von den Bäumen futterte. Vor uns war ein weiteres Auto und wir schlossen auf um uns zu beraten. Der ältere Herr aus Pretoria beschloss vorsichtig zwischen den Elefanten hindurchzufahren. Und wir, mit mulmigem Gefühl, hinterher…dachten wir zumindest, denn plötzlich drehte sich der mittelgroße Elefant, um uns mal ordentlich den Marsch zu blasen! Rückwärtsgang und Vollgas…Hilfe!!!

So wie oben auf dem Foto spurtete dieses Exemplar auf unser Auto zu. Hier vertreibt er am nächsten Tag ein Kudu, welches gerade aus dem Busch kommt. Ich wette, es war genau der gleiche Elefant!!! Zum Glück kam aber am Abend ein einheimischer Retter im Auto an uns vorbei, dem wir dann unauffällig folgten. Wir wurden von weiteren Angriffen verschont und trafen noch auf diese riesigen Nashörner am Straßenrand.

Glücklich im Lower Sabie Camp angekommen um kurz vor sechs, checkten wir ein und gingen noch etwas essen um uns dann gemütlich zu erholen. Noch wussten wir nicht, dass wir in „Elefantenland“ angekommen waren, denn wie wir auf unserer Fahrt am nächsten Morgen feststellten, gibt es unten im Süden des Parks viel mehr Tiere als im Norden, vor allem Elefanten. Ganze Herden zogen an allen Ecken an uns vorbei. Wir sahen noch eine Menge Hippos und mutige Impalas, die an Wasserlöchern tranken, obwohl die Krokodile vor ihren Nasen lagen, ehe wir gegen Mittag aus dem Paul Kruger Gate hinaus in die Normalität fuhren.

Auf der Rückfahrt nach Johannesburg war ich sehr traurig, dass es nun schon vorbei war. Fast so unwirklich wie ein Konzertbesuch bei deiner Lieblingsband erschienen mir die letzten Tage. Aber eines steht fest…ich komme wieder!!!

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Kristina

About the author

Kristina: Freiberufliche Fotografin und Dipl. Designerin aus Leidenschaft.


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